Aktien oder Immobilien – worin liegen Unterschiede und Gemeinsamkeiten?

In der aktuell schwierigen Lage fragen sich Anleger besonders oft, wie sie ihr Geld rentabel und dennoch möglichst sicher investieren können. In dem Zusammenhang nennen Anlageexperten oftmals Sachwerte als gute Alternative. Zu diesen Sachwerten zählen neben Edelmetallen in erster Linie Immobilien und ebenso Aktien. Aus dem Grund ist es definitiv interessant, sich einmal mit den Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen der Anlage in Immobilien und Aktien zu beschäftigen.

Aktien beteiligen Sie an einem Unternehmen

Viele Anleger wissen gar nicht, dass Aktien ebenfalls zu den Sachwertanlagen gehören. Dies ist allerdings recht einfach zu erklären: Aktien sind Anteilscheine eines Unternehmens, genauer gesagt an einer Aktiengesellschaft. Sie beteiligen sich somit durch den Erwerb der Aktien, der Sie zum Aktionär macht, an der entsprechenden Firma.

Demzufolge handelt es sich bei Aktien um ein Sachwert, denn die Aktiengesellschaft an sich verfügt natürlich über umfangreiche Vermögensgegenstände und stellt allein deshalb einen Sachwert dar.

Sie sehen den Verlauf des DAX Index in der Tagesdarstellung
DAX Indes Tageschart

Das Investment in Aktien hat einige Vor- und Nachteile. Insbesondere in der aktuellen Situation kommt vor allem ein Nachteil zum Tragen, nämlich die Gefahr großer Kursverluste.

Allein der Deutsche Aktienindex DE30 verlor zwischenzeitlich um die 40 Prozent, auch wenn er sich in den letzten Tagen wieder etwas erholen konnte.

Bei Aktien besteht demnach immer ein Risiko von größeren Kursverlusten. Zudem ist es wichtig, eine gute Selektion der Aktienwerte vorzunehmen. Langfristig betrachtet zählen Aktien allerdings zu den rentabelsten Anlageformen überhaupt.

So konnten Sie beispielsweise mit DAX-Aktien innerhalb der letzten gut 30 Jahre eine durchschnittliche jährliche Rendite von über achte Prozent erzielen. Somit sind Aktien insbesondere für ein langfristiges Investment bestens geeignet.

Immobilien als Inflationsschutz

Immobilien zählen zu den am häufigsten genannten und genutzten Sachwertanlagen, neben Edelmetallen. Im Vergleich zur Anlage in Aktien investieren Sie nicht in ein Unternehmen, sondern tatsächlich in ein einzelnes Objekt. Besonders interessant sind derzeit für Anleger die folgenden Immobilienarten:

Im Unterschied zur Anlage in Aktien benötigen Sie für ein direktes Immobilien-Investment allerdings viel Kapital. Selten unterschreiten Kaufpreis oder die Investitionskosten einen Betrag von 100.000 Euro. Meistens müssen Sie bei einem Investment in gewerbliche Immobilien sogar zwischen 500.000 und einer Millionen Euro investieren. 

Es gibt allerdings alternativ die Möglichkeit, sich für ein indirektes Investment in Immobilien zu entscheiden. Zu diesem Zweck existieren am Markt mehrere Möglichkeiten, insbesondere:

Die einzelnen Anlageformen sind sehr individuell und haben ihre Vor- und Nachteile. In Einfällen profitieren Sie allerdings auch bei der indirekten Anlage in Immobilien von manchen Eigenschaften dieser Sachwertanlage, insbesondere Inflationsschutz und Wertbeständigkeit.

Immobilie oder Aktien?

Grundsätzlich kann man weder sagen, dass Aktien noch Immobilien die bessere Anlageform sind. Stattdessen ist es vielmehr vom Anlegertyp und auch von der Einstellung zum Risiko abhängig, welche dieser zwei Anlageformen optimaler geeignet ist.

In Aktien können Sie schon ab wenigen Hundert Euro investieren, während Sie für ein direktes Immobilien-Investment fast immer über 100.000 Euro an Kapital benötigen. 

Dafür sind Immobilienanlagen insbesondere in Zeiten niedriger Zinsen vorteilhaft und deutlich weniger volatil, als es Aktien sind. Dies wird insbesondere in der aktuellen Krisensituation mehr als deutlich. Schlussendlich spielen demnach mehr Faktoren eine Rolle, ob für Sie eine Anlage in Immobilien oder Aktien die bessere Alternative ist.

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