Pflegeimmobilien für Anleger lukrativ – von diesen Vorteilen profitieren Investoren

Immobilien-Investments gelten nicht erst seit der Niedrigzinsphase für eine zunehmende Anzahl von Anlegern als lukrativ. Grund sind in erster Linie die weiterhin steigenden Immobilienpreise. Aber auch die Tatsache, dass Investoren über günstige Baukredite schnell und billig an Geld kommen, trägt definitiv zur Attraktivität einer Immobilienanlage bei. Was allerdings nicht alle Anleger wissen:

Es gibt definitiv Unterschiede bezüglich der möglichen Rendite, in welche Art von Immobilien investiert wird. Besonders attraktiv sind aktuell Pflegeimmobilien.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Grund besteht in der Bevölkerungsstruktur, die vornehmlich dadurch gekennzeichnet ist, dass es zunehmend ältere und auch pflegebedürftige Menschen gibt.
  • Als Pflegeimmobilien gelten übrigens sämtliche Objekte, die in erster Linie dazu dienen, älteren und/oder pflegebedürftigen Menschen eine Wohngelegenheit zu bieten.
  • Die sogenannte Alterspyramide hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich zu Lasten der jüngeren und zu Gunsten der älteren Menschen verschoben.

In welche Immobilienarten investieren Anleger heutzutage?


Lassen Sie uns zunächst einen Blick darauf werfen, in welche Immobilienarten Anleger heutzutage überhaupt investieren können. Meistens handelt es sich um Gewerbeimmobilien, während nur wenige Investoren in einzelne Häuser, also in Ein- oder Zweifamilienhäuser, investieren. Stattdessen steht die gewerbliche Nutzung des Objektes definitiv im Vordergrund. Vor diesem Hintergrund findet ein Investment auch im Jahre 2020 vorwiegend innerhalb der folgenden Immobilienarten statt:

  • Hotels
  • Wohnquartiere
  • Urlaubs-Ressorts
  • Studentenwohnheime
  • Pflegeimmobilien
  • Denkmalimmobilien
  • Freizeitparks
  • Einkaufszentren
  • Bürohäuser

Es gibt also durchaus ein breites Spektrum von Immobilienarten, die für ein Investment bestens geeignet sind. Hinzu kommen natürlich ebenfalls Mehrfamilienhäuser und größere Wohnanlagen, die aufgrund der Wohnungsknappheit in vielen größeren Städten des Landes ebenfalls ein attraktives Investment darstellen. Trotzdem gibt es manche Immobilienarten, die derzeit besonders lukrativ sind, zu denen definitiv auch die Pflegeimmobilien zählen.

Pflege heute und zukünftig ein Wachstumsmarkt


Bevor wir näher auf Pflegeimmobilien eingehen, möchten wir uns noch kurz mit der Grundvoraussetzung dafür beschäftigen, dass eine Anlage in solche Immobilien lukrativ ist. Der Pflegemarkt ist nach wie vor ein Wachstumsmarkt und wird es vermutlich auch in den nächsten 10, 20 und 30 Jahren sein. Der Grund besteht in der Bevölkerungsstruktur, die vornehmlich dadurch gekennzeichnet ist, dass es zunehmend ältere und auch pflegebedürftige Menschen gibt. Die sogenannte Alterspyramide hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich zu Lasten der jüngeren und zu Gunsten der älteren Menschen verschoben. Es sind daher die folgenden Tatsachen und Gründe, die den Pflegemarkt hierzulande definitiv zu einem Wachstumsmarkt machen:

  • Steigende Lebenserwartung
  • Bessere medizinische Versorgung
  • Deutlich mehr ältere Menschen
  • Damit auch mehr Pflegebedürftige
  • Häusliche Pflege oft nicht möglich

Hinzu kommt, dass es konkret bei den Pflegeimmobilien einen deutlichen Nachfrageüberhang gibt. Das bedeutet, dass erheblich mehr Pflegeeinrichtungen benötigt würden, als aktuell gebaut und betrieben werden. Ein weiterer Punkt ist natürlich der Pflegenotstand, der ebenfalls dazu beiträgt, dass schlichtweg das gesamte Angebot am Pflegemarkt nicht mehr mit dem Bedarf Schritt halten kann. Dies ist zwar für die Betroffenen negativ, aber aus Investorensicht eine ideale Voraussetzung. Folge sind unter anderem weiter steigende Preise, die für Pflegeimmobilien gezahlt werden müssen.

Pflegeimmobilien: Steigende Kauf- und Baukosten sowie Mieten


Im Bereich der Pflegeimmobilien steigen die Preise im Grunde auf allen Ebenen. Nicht nur der Kauf einer Pflegeimmobilie wird immer kostspieliger, sondern ebenfalls der Bau und auch die Mieten für die entsprechenden Wohnungen steigen im Durchschnitt an. Nach Ansicht der Experten wird sich diese Entwicklung auch in den nächsten Jahren und vielleicht sogar Jahrzehnten weiter fortsetzen. Für Investoren ist dies eine ideale Voraussetzung, denn so lässt sich heute schon gut kalkulieren, dass die in 2020 erworbene Pflegeimmobilie vermutlich im Jahre 2030 mit einem deutlichen Gewinn verkauft werden kann. Wer dies nicht möchte, der erzielt auch beim Betrieb durch Miet- oder Pachteinnahmen aktuell bereits gute Erträge. 

Beim Investment in Pflegeimmobilien gibt es im Grunde drei Modelle, mittels derer Anleger einen Ertrag generieren können, nämlich:

  1. Pflegeimmobilien erwerben und später mit Gewinn veräußern
  2. Pflegeimmobilien betreiben und Erträge aus Mieteinnahmen generieren
  3. Pflegeimmobilien erwerben und an einen Betreiber verpachten (Pachterträge)

Als Pflegeimmobilien gelten übrigens sämtliche Objekte, die in erster Linie dazu dienen, älteren und/oder pflegebedürftigen Menschen eine Wohngelegenheit zu bieten. Zu nennen sind hier insbesondere Alters- und Pflegeheime, Seniorenwohnheime, Pflegetagesstätten oder auch einzelne Seniorenwohnungen.

Direkte oder indirekte Anlage in Pflegeimmobilien?


Dass ein Investment in Pflegeimmobilien aktuell – natürlich immer im Durchschnitt betrachtet – sehr lukrativ ist, steht außer Frage. Investoren müssen sich nur noch entscheiden, ob sie eine direkte oder indirekte Kapitalanlage in dieses Betongold wünschen. Beide Varianten sind sowohl mit Vor- als auch Nachteilen ausgestattet. Unter der direkten Anlage in Pflegeimmobilien wird schlichtweg der Kauf oder Bau eines solchen Objektes verstanden. Am Finanzmarkt existieren alternativ allerdings auch einige Anlageformen, die in die Rubrik indirektes Investment fallen. Das indirekte Investment in Pflegeimmobilien kommt natürlich grundsätzlich für deutlich mehr Anleger infrage. Der Grund ist, dass die Mindestanlagesumme für gewöhnlich deutlich niedriger ist, als wenn Sie zum Beispiel ein komplettes Pflegeheim kaufen müssten.

Aktuell stehen am Finanzmarkt mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, wie Sie indirekt in Pflegeimmobilien investieren können, nämlich:

  • Offene Immobilienfonds
  • Geschlossene Immobilienfonds
  • Crowdinvesting
  • Sonstige Beteiligungen

Mit diesen einzelnen Anlageformen möchten uns kurz beschäftigen, weil sie einer Vielzahl von Anlegern die Möglichkeit bieten, indirekt und somit oft mit deutlich geringerem Kapitaleinsatz als beim Kauf in Pflegeimmobilien zu investieren.

Offene Immobilienfonds: auf die Zusammensetzung achten


Wer relativ wenig Kapital zur Verfügung hat oder sogar in Immobilien sparen möchte, für den eignen sich insbesondere offene Fonds. Bei offenen Immobilienfonds investiert die Fondsgesellschaft meistens in mehrere Projekte, indem sie Immobilien erwirbt und diese zum Teil betreibt.

Bei der Auswahl müssen Sie allerdings darauf achten, dass der offene Fonds zumindest vom Schwerpunkt her in Pflegeimmobilien investiert. Dann können Sie in der Regel schon ab 50 Euro durch den Kauf der Fondsanteile investieren. Der große Vorteil ist die Risikostreuung, da der Fonds in mehrere Immobilien investiert und die Tatsache, dass schon mit kleinsten Summen Geld angelegt werden kann.

Geschlossene Immobilienfonds: Investment in einzelne Immobilienprojekte


Etwas anders strukturiert sind geschlossene Immobilienfonds. Dort wird meistens nur in ein Projekt investiert, beispielsweise in den Kauf und Betrieb eines Pflegeheimes. Die Mindestanlagesumme ist zudem erheblich höher als bei offenen Fonds und beläuft sich meistens auf 10.000 bis 20.000 Euro.

Sie gehen mit dem Investment zudem ein höheres Risiko ein, weil eben keine Diversifikation stattfindet. Beachten sollten Sie ebenfalls die Kapitalbindung, die sich meist auf mindestens vier Jahre beläuft.

Crowdinvesting: mit geringem Kapitaleinsatz in Immobilienprojekte anlegen


Eine noch relativ junge Variante des indirekten Investments in Immobilien und somit auch in Pflegeimmobilien ist das Crowdinvesting. Hier selektieren Sie auf einer Crowdinvesting-Plattform Immobilienprojekte, in die Sie gerne investieren möchten. Der große Vorteil ist: die Mindestanlagesumme beläuft sich oft nur auf 100 bis 500 Euro. Sie können sich also beispielsweise gezielt verschiedene Projekte aus dem Bereich Pflegeimmobilien aussuchen und dort Kapital investieren. Somit erzielen Sie auf eigene Initiative hin eine gute Risikostreuung und profitieren von den Vorteilen, die wir Ihnen im Beitrag zu Pflegeimmobilien bereits genannt haben.

Sonstige Beteiligungen: ausreichend Informationen einholen und kritisch sein


Neben den genannten indirekten Investments in Pflegeimmobilien gibt es noch sonstige Beteiligungen, die meistens ebenfalls ähnlich wie die Projektfinanzierung mittels Crowdinvesting ablaufen. Allerdings sollten Sie hier besonders viele Informationen einholen, denn leider sind nicht alle angebotenen Modelle seriös bzw. beinhalten ein viel höheres Risiko, als Sie vielleicht auf den ersten Blick erkennen. Bei Beteiligungen sollten Sie immer vorsichtig sein, denn diese laufen in der Regel außerhalb geregelter Märkte ab und können nicht selten sogar zu einem Totalverlust führen.

Das sollten Sie auch wissen:

Beachten Sie bitte unseren Risikohinweis! Diese Informationen sind allgemein und stellen keinerlei Anlageberatung dar.

3 Gedanken zu „Pflegeimmobilien für Anleger lukrativ – von diesen Vorteilen profitieren Investoren“

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