Immobilien in Nürnberg

Der Immobilienmarkt im fränkischen Nürnberg

Nürnberg zählt nicht nur zu den drei größten Städten Bayerns, sondern hat sich mittlerweile unter die Top15 der größten deutschen Metropolen eingereiht. Wie an zahlreichen anderen Orten des Landes, so zeichnet sich auch der Immobilienmarkt in Nürnberg in den letzten Jahren durch steigende Preise aus.

Dies geschieht trotz der Tatsache, dass die Stadt Nürnberg sich sehr darum bemüht, viel Kapital in den Wohnbau zu investieren. In unserem Beitrag möchten wir die Metropole in Franken näher beleuchten und darauf eingehen, wie sich aktuell die Mietpreise, die Preise für Eigentumswohnungen sowie Häuser- und Grundstückspreise gestalten.

Interessante Details zu Nürnberg

Bei Nürnberg handelt es sich um eine kreisfreie Metropole, die sich im Regierungsbezirk Mittelfranken und somit in Bayern befindet. Mittlerweile hat die Frankenmetropole die Grenze von einer halben Million Einwohner überschritten und ist mit derzeit rund 520.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt in Bayern, nach der Landeshauptstadt München. 

Nürnberg zeichnet sich in dem Zusammenhang durch ein deutliches Wachstum aus. Nimmt man die umliegenden Nachbarstädte noch hinzu, insbesondere Erlangen und Fürth, schafft es die Region sogar auf etwa 800.000 Einwohner.

Die Mietpreise in der fränkischen Großstadt

Bei den Mietpreisen ist die Entwicklung in Nürnberg kaum anders als in den meisten Großstädten des Landes verlaufen. Derzeit zahlen Mieter beispielsweise für eine 60 m² große Wohnung etwa 10,70 Euro je Quadratmeter. Damit liegt Nürnberg allerdings sogar knapp unter dem Durchschnitt im Bundesland Bayern, der sich auf ca. 11,50 Euro beläuft. Deutlich teurer sind – auf den Quadratmeter gerechnet – relativ kleine Wohnungen. So zahlen Sie als Mieter beispielsweise für ein 30 m² großes Apartment über 15 Euro pro Quadratmeter.

Immobilienmarkt in Nürnberg

Grundsätzlich sind die Preise für Mietwohnungen in Nürnberg allerdings nicht ganz so deutlich gestiegen, wie es in den großen Metropolen des Bundeslandes der Fall ist, wie zum Beispiel München oder außerhalb von Bayern in Berlin, Hamburg oder Düsseldorf. So kostete beispielsweise eine 60 m² große Mietwohnung vor knapp zehn Jahren und sieben Euro pro Quadratmeter, während der Preis heute bei knapp über zehn Euro liegt und somit innerhalb von zehn Jahren um „lediglich“ drei Euro pro Quadratmeter angestiegen ist.

Wohnungen und Häuser kaufen in der fränkischen Metropole

Die Wohnungspreise sind in Nürnberg – insbesondere im Vergleich zum Preisanstieg bei den Mieten – erheblich schneller und deutlicher gestiegen. Dies zeigt ein Blick auf eine Eigentumswohnung mit einer Wohnfläche von rund 60 m², deren Preisentwicklung sich zwischen 2011 und 2019 wie folgt darstellt:

  • 2011:
    ca. 1.600 € pro Quadratmeter
  • 2014:
    ca. 2.470 € pro Quadratmeter
  • 2017:
    ca. 3.770 € pro Quadratmeter
  • 2019:
    ca. 3.270 € pro Quadratmeter

Aktuell kostet eine 60 m² große Eigentumswohnung in Nürnberg durchschnittlich etwa 3.730 Euro pro Quadratmeter. Dies ist zwar auch der Stand von vor drei Jahren, denn zwischen 2017 und 2019 sind die Preise um rund 500 Euro pro Quadratmeter gefallen. Allerdings handelt es sich dennoch um eine Verdoppelung der Preise in den letzten zehn Jahren. Noch größer ist die Preisdifferenz bei relativ kleinen Eigentumswohnungen von beispielsweise 30 m², denn diese haben sich im Preis innerhalb der letzten neun Jahre mehr als verdreifacht.

Die Hauspreise sind in Nürnberg zwar ebenfalls in den letzten zehn Jahren gestiegen, allerdings nicht ganz so deutlich wie zuvor bei den Eigentumswohnungen dargelegt. Nehmen wir zum Beispiel ein Haus mit einer Wohnfläche von 100 m², so mussten Käufer vor knapp zehn Jahren dafür etwa 2.350 Euro pro Quadratmeter zahlen. Ganz aktuell, also im Mai 2020, kostet ein solches Haus etwa 4.550 Euro pro Quadratmeter. Dies ist zwar eine Verdoppelung des Preises, allerdings ist insbesondere der Sprung vom letzten Jahr relativ groß. In 2019 lag der Preis pro Quadratmeter nämlich noch bei knapp 4.000 Euro, hat sich also in den ersten Monaten 2020 um rund 500 Euro pro Quadratmeter verteuert.

Welche Stadtteile in Nürnberg sind besonders beliebt?

Die Attraktivität einzelner Stadtteile lässt sich auch in Nürnberg insbesondere daran ablesen, wie hoch die durchschnittlichen Quadratmeterpreise für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie für Eigentumswohnung sind. Wenn wir uns einmal die durchschnittlichen Preise von Eigentumswohnungen betrachten, dann zählen die folgenden Stadtteile zu den beliebtesten in der fränkischen Metropole:

In all diesen Stadtteilen bewegt sich der durchschnittlich Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen oberhalb von 4.400 Euro. Weniger beliebte Stadtteile sind vor diesem Hintergrund zum Beispiel Doos oder Dutzendteich. Dort finden sich Preise pro Quadratmeter von teilweise unterhalb von 3.500 Euro.

Die aktuellen Grundstückspreise in Nürnberg

Interessant ist nicht nur die aktuelle Situation am Miet-, Wohnungs- und Immobilienmarkt, sondern für potentielle Kaufinteressenten stellt sich ebenso die Frage, was aktuell für ein Grundstück in Nürnberg durchschnittlich zu zahlen ist. Wie schon bei den Eigentumswohnungen festgestellt, gibt es auch bei den Grundstücken ein kleines Gefälle. Teuer sind insbesondere die relativ kleinen Grundstücke. 

So zahlen Sie beispielsweise für ein Grundstück mit einer Fläche unterhalb von 400 m² umgerechnet einen durchschnittlichen Kaufpreis von knapp 1.000 Euro pro Quadratmeter. Hat das Grundstück hingegen eine Fläche zwischen 600 und 700 Quadratmetern, ist es mit etwa 650 Euro pro Quadratmeter wesentlich günstiger. Am günstigsten sind in Nürnberg derzeit Grundstücke mit 400 bis 500 m², denn diese werden aktuell zu einem Durchschnittspreis von etwa 600 Euro pro Quadratmeter angeboten.

Immobilienpreise im Nürnberger Umland

Manche Menschen möchten nicht direkt im Zentrum der Großstadt Nürnberg leben, sondern haben sich für das nordbayerische Umland entschieden. Dort gibt es eine Reihe attraktiver Wohngegenden, wie zum Beispiel in Ansbach, einer westlich von Nürnberg gelegenen Stadt. Sowohl die Baugrundstücke als auch die Immobilienpreise sind dort um einiges niedriger als in der Frankenmetropole. Nicht nur für Privatpersonen gibt es im Umland einige Alternativen, sondern ebenfalls für Gewerbetreibende. Interessante Objekte finden sich aktuell beispielsweise in Roth, Fürth oder auch in Forchheim. Hier ist es definitiv lohnenswert, die Preise für die entsprechende Gewerbeobjekte miteinander zu vergleichen.

Fazit zum Immobilienmarkt in Nürnberg

Der Nürnberger Immobilienmarkt ist relativ typisch für Bayern, wenn es um etwas größere Städte geht. Insbesondere die Preise für kleinere Eigentumswohnungen und kleinere bis mittelgroße Häuser haben sich in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt verdoppelt. Nicht ganz so steil ging es mit den Mieten bergauf, sodass auch Familien und Alleinstehende mit einem durchschnittlichen Einkommen in der Metropole noch gute Möglichkeit haben, eine passende Mietwohnung zu finden. 

In einigen Bereichen liegt Nürnberg sogar leicht unter dem Landesdurchschnitt in Bayern, hat sich allerdings insbesondere in den letzten zwei Jahren der allgemeinen Preissteigerungstendenz angepasst. Da Nürnberg über eine gute Verkehrsanbindung verfügt sowie reichlich Kultur, Sehenswürdigkeiten und Freizeitgestaltungen anzubieten hat, erfreut sich die Metropole weiterhin über einen stetigen Zuzug. Daher ist davon auszugehen, dass die Immobilienpreise tendenziell weiter ansteigen dürften.