Wenn es eine Stadt in Deutschland gibt, die gerade in den vergangen Jahren sinnbildlich für einen Immobilienboom steht, dann ist das sicherlich die Bundeshauptstadt Berlin. So stieg beispielsweise der Geldumsatz in der Metropole Mitte des vergangenen Jahrzehnts innerhalb von fünf Jahren um fast 600 Millionen Euro. Ob in punkto Mieten oder in Hinblick auf ein Eigenheim, Berlin verzeichnet einen stetigen Preisanstieg.

Wie viel wissen Sie über Berlin?


Seit mittlerweile drei Jahrzehnten ist Berlin wieder die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland und trat damit die Nachfolge der Rheinmetropole Bonn an. Inzwischen ist Berlin auch von der Anzahl der Einwohner her die mit Abstand größte Stadt in Deutschland, denn die Bundeshauptstadt zählt inzwischen rund 3,7 Millionen Menschen. Damit ist Berlin sogar die einwohnerstärkste Stadt in der gesamten EU.

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Berlin ist allerdings nicht nur die größte Metropole des Landes, sondern gleichzeitig Stadtstaat. Die Stadt besteht aus zwölf Bezirken und hat mit der Spree und der Havel nicht nur zwei bekannte Flüsse, sondern in der Stadt gibt es zudem zahlreiche Seen sowie Wälder. Trotz der eng bebauten City ist Berlin nach wie vor eine relativ grüne Stadt. Die bedeutendsten Wirtschaftszweige in der Bundeshauptstadt sind insbesondere:

  • Tourismus
  • Medizintechnik
  • Kreativ- und Kulturwirtschaft
  • Biotechnologie
  • Informations- und Kommunikationstechnologie

Insgesamt betrachtet ist Berlin eine stark wachsende und weiter aufstrebende Weltstadt, was sich unter anderem am Immobilienmarkt zeigt. Daher möchten wir im folgenden Beitrag näher darauf eingehen, wie sich die Mieten sowie die Eigentumspreise in der Stadt an der Spree in der Vergangenheit entwickelt haben und wie sich die Situation heute darstellt.

Welcher Stadtbezirk passt zu mir?


Kaum eine andere Stadt in Deutschland zeichnet sich durch teilweise so unterschiedliche Stadtteile aus, wie es bei Berlin der Fall ist. Zu den bekanntesten Bezirken, nicht nur in der Hauptstadt selbst, zählen zum Beispiel:

  • Charlottenburg
  • Kreuzberg
  • Berlin-Mitte
  • Neukölln
  • Wilmersdorf

Auch bezüglich des Klientels gibt es innerhalb der einzelnen Bezirke deutliche Unterschiede. So zeichnen sich beispielsweise Charlottenburg und Wilmersdorf insbesondere durch die Prachtmeile Kurfürstendamm aus, die direkt vor der Tür ist. Es handelt sich demnach um sehr angesagte Stadtteile, die perfekt für Menschen geeignet sind, die gerne Shoppen oder einfach auf den entsprechenden Straßen flanieren.

Ganz anders sind die Verhältnisse beispielsweise in Friedrichshain oder Kreuzberg. Dort finden sich zahlreiche alternative Lebensstile, sodass vor allem junge Leute dort angesiedelt sind. Das Kulturangebot ist riesig, aber auch zwei große Parks machen diese Stadtteile für Familien durchaus attraktiv.

Touristen hingegen halten sich insbesondere in Berlin-Mitte auf, denn dort sind die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt zu finden, wie zum Beispiel das Brandenburger Tor oder auch der Fernsehturm.

Darüber hinaus lässt sich auf der Friedrichstraße bestens shoppen, es gibt die Museumsinsel und zahlreiche interessante Immobilien sind ebenfalls in Berlin-Mitte angesiedelt. Wer hingegen die Natur liebt, für den sind vor allem die Bezirke Lichtenberg und auch Marzahn-Hellersdorf sehr gut geeignet. Bei Familien zählen insbesondere Pankow, Prenzlauer Berg und Tempelhof-Schöneberg zu den beliebtesten Bezirken, denn diese gelten als sehr familienfreundlich. Dies spiegelt sich natürlich unter anderem entsprechend bei den Immobilienpreisen wider.

Alles was Sie über Mieten in Berlin wissen müssen


Die deutlich gestiegenen Mietpreise in Berlin hat die Regierung vor einigen Jahren zu einer Mietpreisbremse gezwungen. Seit 2021 beläuft sich die durchschnittliche Quadratmeter-Miete für Mietwohnungen in der Bundeshauptstadt auf knapp 15,50 Euro. Allerdings gibt es teilweise gravierende Unterschiede zwischen den Stadtteilen, was die Höhe der Miete angeht. 

So können Sie beispielsweise im Märkischen Viertel zu einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von etwas mehr als 7,50 Euro noch sehr günstig wohnen. Ganz anders sieht es in manch anderen Stadtteilen aus, wie zum Beispiel in Rummelsburg. Dort beläuft sich die durchschnittliche Miete, nämlich auf stattliche knapp 25 Euro pro Quadratmeter.

Was kostet eine Eigentumswohnung in Berlin?


Der Immobilienmarkt in Berlin unterscheidet sich bezüglich der Preissteigerungen nicht wesentlich vom Mietmarkt. Am günstigsten sind derzeit Wohnung im Bereich 60 m², während Wohnungen mit kleineren sowie größeren Flächen im Durchschnitt teurer sind. Sehen Sie diese Entwicklung anhand folgender Preisübersicht:

  • 30 – 60 m² —————— ca. 5500 € pro m²
  • 60 – 100 m² —————— ca. 4700 € pro m²
  • Ab 100 m² —————— ca. 5600 € pro m²

Die Immobilienpreise in den einzelnen Stadtteilen

  • Charlottenburg: ca. 6.000 € pro m²
  • Falkenberg: ca. 3.900 € pro m²
  • Mariendorf: ca. 4.100 € pro m²
  • Märkisches Viertel: ca. 3.500 € pro m²
  • Berlin-Mitte: ca. 7.000 € pro m²
  • Niederschöneweide: ca. 3.300 € pro m²

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Was kostet ein Haus in Berlin?


Der Trend mit den steigenden Preisen setzt sich ebenso bei den Häusern fort. Gleiches gilt insbesondere für Einfamilienhäuser, denn auch hier sind die Quadratmeterpreise um durchschnittlich zwischen 1.000 und 1.500 Euro je Quadratmeter gestiegen. So zahlen Sie aktuell zum Beispiel für ein Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von 100 m² knapp 4.900 Euro. Damit liegt der Durchschnittspreis in Berlin erheblich über dem bundesweiten Durchschnitt, denn dieser beläuft sich bei einem 100 m² großen Haus lediglich auf etwa 2.800 Euro je Quadratmeter.

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Was kostet ein Grundstück in Berlin?


Nicht nur die Immobilienpreise sind interessant, sondern ebenfalls die aktuellen Grundstückspreise in der Bundeshauptstadt, auch wenn Baugrundstücke mittlerweile sehr knapp geworden sind. Zwischen den Grundstücksgrößen gibt es bezüglich der Quadratmeterpreise durchaus größere Unterschiede. Aktuell stellen sich die durchschnittlichen Grundstückspreise für die unterschiedlichen Grundstücksgrößen in Berlin unter anderem folgt dar:

  • unter 400 m²: ca. 630 €
  • 400-500 m²: ca. 700 €
  • 500-600 m²: ca. 460 €
  • 600 700 m²: ca. 760 €
  • mindestens 900 m²: ca. 730 €

Besonders günstig sind in Berlin also derzeit Grundstücke mit einer Fläche zwischen 500 und 600 m², während die größeren Grundstücke ab 800 m² aufgrund der hohen Nachfrage und dem geringen Angebot relativ teuer sind.

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Berlin – Innovativer Immobilienmarkt


Der Immobilienmarkt in Berlin ist – wie in den meisten deutschen Metropolen – durch, in den letzten Jahren deutlich gestiegene Preise gekennzeichnet. Dies trifft sowohl auf den Miet- als auch auf den Immobilienmarkt zu. Wie in kaum einer anderen Stadt sollten Sie allerdings auf den Bezirk achten, denn die Ortsteile der Metropole sind nicht nur in Sachen Flair und der Bevölkerung, sondern auch in Bezug auf die Immobilienpreisen sehr unterschiedlich. Da Berlin derzeit wohl eine der gefragtesten Städte ist, gehen Experten davon aus, dass die Miet- und Immobilienpreise auch in den nächsten Jahren weiter anziehen dürften. Darüber hinaus gibt es immer mehr ausländische Investoren, die den immobilienmarkt sehr genau im Fokus haben.

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