Nachhaltige Immobilien ökologischer wohnen

Nachhaltigkeit, Green Buildings, Ökologische Konzepte. All dies sind Punkte, welche nicht nur in der Immobilienwirtschaft in den letzten Jahren vermehrt gefordert worden sind. So ist „Green“ nicht nur ein Modethema sondern lässt sich zu den großen Megatrends zählen und ist wahrscheinlich auch schon überfällig.

Emission in Deutschland begünstigt nachhaltige Immobilien

Dekarbonisierung – vor allem aktuell in der Automobilbranche – ist eine der Hauptschwierigkeiten. Immobilien spielen hier eine große Rolle, da sie für über 40 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland verantwortlich sind.

Wir verbringen 90% unserer Zeit in geschlossenen Räumen und über 10,1 Billionen € ist als Gesamtvermögen gebunden. So sind nachhaltige Anlageklassen auch bei institutionellen Anlegern ein großes Thema und das Emissionsvolumen von „Green Bonds“ hat sich in den letzten Jahren vervielfacht.

Nachhaltige Immobilien gegen den Klimawandel

Der Verbrauch von natürlichen Ressourcen führt Emissionen zahlreichen Städten mit sich. Diese können die Entstehung von Treibhausgasen, Abfällen oder auch eine Schädigung der Ozonschicht in der Stratosphäre sein. Eine Übernutzung der nicht erneuerbaren, aber auch der erneuerbaren Ressourcen hat eine globale Klimaerwärmung zur Folge, welche Ökosysteme zerstört und im Endeffekt auch die Gesundheit des Menschen gefährdet.

Der ökologische Fußabdruck

Stichwort bei der Messung und Erfassung des Ressourcenverbrauchs ist der ökologische Fußabdruck. Dieser umfasst jene Fläche, die notwendig ist, um den Verbrauch auf einer bestimmten Ebene (global, lokal oder auch persönlich) in einem bestimmten Zeitraum (meist ein Jahr) mit den verfügbaren Technologien aufrechtzuerhalten und zu absorbieren.

Aktuell benötigt die Menschheit ca. 1,5 Erden und ist somit nicht komplett autark und selbstversorgend. Dieser „overshoot“ kann auf Lebensgewohnheiten, Autos, Infrastruktur oder auch die relativ lange Nutzungsdauer von Immobilien zurückzuführen sein. Hier kann man seinen persönlichen ökologischen Fußabdruck ausrechnen.

Klimaerwärmung

Durch die globale Klimaerwärmung nehmen Extremwetterereignisse und Naturkatastrophen in Intensität und Häufigkeit zu. Durch einen prognostizierten Anstieg des Meeresspiegels sind vor allem Küstenmetropolen betroffen.

Auch ganze Länder, wie beispielsweise die Niederlande sind auf Grund ihrer Geographie, welche nahezu komplett unterhalb des Meeresspiegels liegt, stark gefährdet. Über 700 Weltkulturdenkmäler sind in Wassernähe und somit von einer möglichen Zerstörung betroffen.

Treibhausgase als Stellschraube

Veränderte Flächennutzung und ein Anstieg der Emissionen führen zu einer höheren Treibhausgaskonzentration. Nach aktuellen Prognosen wird die Erderwärmung bei mehr als 2°C liegen.

Im Jahr 2015 wurde sich beim Pariser Klimaabkommen auf dieses Ziel verständigt, welches 195 Staaten unterzeichnet und sich darauf geeinigt haben. Die EU hat neben einzelnen Zusagen der Länder auch eigene Ziele ins Auge gefasst, wie zum Beispiel ein Rückgang in 2030 von minus 40% im Vergleich zu 1990.

Nachhaltiges Bauen in der Immobilienbranche

Nachhaltige Ansätze und Lösungen liegen voll im Trend. Auch vor der Immobilienbranche macht diese Entwicklung nicht Halt, denn die Branche ist einer der wesentlichen CO2-Emittenten. Spätestens seit dem Auftreten von Aktivistin Greta Thunberg fordern Öffentlichkeit, Investoren und Politik Anpassungen in den Geschäftsmodellen der Immobilienunternehmen.

Nachhaltiges Bauen und nachhaltige Immobilien sind keine neuen Themen für die Immobilienbranche. Neu ist jedoch die Dynamik, die in den vergangenen zwei Jahren rund um Nachhaltigkeit entfacht ist. So zeigte sich auch während der COVID-19-Pandemie, dass Unternehmen mit hoher strategischer Residenz in diesem Bereich einen klaren Vorteil gegenüber den Unternehmen hatten, die sich am Markt nicht klar positioniert haben.

Nachhaltiges Bauen bedeutet also:

  • Die drei Säulen der Nachhaltigkeit in der Immobilienbranche basieren auf Ökonomie, Ökologie und Soziales
  • …in allen Phasen des Lebenszyklus des jeweiligen Gebäudes den Einsatz von Rohstoffen und Energie zu optimieren
  • In der Planungsphase, während der Errichtung und während der Nutzung des Gebäudes sowie beim Rückbau gilt es, effizient mit Ressourcen umzugehen und die Umwelt möglichst wenig zu belasten

Gütesiegel für nachhaltiges Bauen

Spätestens seit der Jahrtausendwende ging Nachfrage nach offiziellen Normen für nachhaltiges Bauen steil nach oben. Grund dafür war vor allem der aufkommende Diskus über den Klimawandel und seinen Folgen. Im Zuge dessen, wollte man je nach Art und Nutzung des jeweiligen Bauwerks einheitliche Qualitätsstandards, die nachhaltiges Bauen auszeichnen. Einige der wichtigsten sind:

1. Internationale Normungsarbeit für Nachhaltiges Bauen

Das Deutsche Institut für Normung (DIN) vertritt die deutsche Normungsarbeit in der europäischen (CEN) und internationalen Normung (ISO). Nachhaltiges Bauen wird auf globaler Ebene grundlegend in der Norm ISO 15392 festgelegt und durch das für das gesamte Normungsprojekt „Nachhaltiges Bauen“ zuständige Unterkomitee ISO/TC 59/SC 17 bearbeitet

2. Die EPD-Programme

EPDs haben in Europa im Rahmen des Nachhaltiges Bauens an Bedeutung gewonnen. Sie enthalten die für die Bewertung der ökologischen Nachhaltigkeit von Bauwerken relevanten Informationen über einzelne Produkte. Neben den drei essentiellen Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Sozio-Kulturelles werden bei der Gebäudebewertung auch die technischen und funktionalen Bauwerksqualitäten betrachtet.

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3. Nachhaltiges Bauen in Deutschland

Mit dem sogenannten Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen, kurz BNB, soll Nachhaltigkeit über den gesamten Lebenszyklus unter Einbeziehung ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte transparent, messbar und überprüfbar sein. Dabei sollen auch städtebauliche, gestalterische, technische und funktionale Aspekte berücksichtigt werden. Die Bewertung erfolgt auf Basis anerkannter wissenschaftlicher Methoden wie Ökobilanzierung und Lebenszyklus-Kostenrechnung.

4. DGNB-Zertifikat

Neben dem BNB-Programm des Bundes betreibt die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB) seit 2007 ein Zertifizierungsystem für private Bauten, bei dem ebenfalls die Ökobilanzierung auf Gebäudeebene angewendet und EPD als Datengrundlage genutzt werden.

Wenn Sie ihr Haus renovieren möchten und Fragen zu Nachhaltigem Bauen haben, stehen wir Ihnen von der neuen Immo jederzeit zur Verfügung!

Und was sind nun nachhaltige Immobilien?

Schön und gut soweit, aber was bedeuten nachhaltige Immobilien denn überhaupt? Vielleicht stellen sie sich ja eine grüne Waldhütte mit einem Torfdach vor oder ein Baumhaus mit Solarpanel? Wenn ja dann liegen Sie leider weit davon entfernt, denn nachhaltige Möbel sind alles andere als altbacken. Sie sind meist schick und sehen gar nicht so öko aus, wie sie sind.

Nachhaltige Immobilen zeichnen sich durch Modernität aus

  • Klimaneutrales Baukonzept: Sie werden aus ökologisch hochwertigen Baumaterialien errichtet, die sich später unproblematisch entsorgen oder recyceln lassen
  • Umweltfreundliche Häuser haben in der Regel nachhaltige Heizsysteme, die zum Beispiel auf Geothermie basieren
  • Die Stromgewinnung und Warmwassererzeugung erfolgt meist mithilfe von Solar- oder Photovoltaikanlagen
  • Auch in punkto Wassernutzung setzen diese Gebäude Maßstäbe: Sie verfügen über Vorrichtungen für das Auffangen und Sammeln von Regenwasser. Nur geringfügig verschmutzte Abwässer werden einer weiteren Verwendung zugeführt.

Die grünen Gebäude (engl. Green Builings) setzen bei der Planung das Thema Nachhaltigkeit an oberste Stelle. Sie sollen Ressourcen schonen, Energie, Wasser und Material sparen, schädliche Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt vermeiden. Und das ihr Leben lang – von der Konstruktion über den Gebrauch bis zum Abriss, der bei echten umweltgerechten Gebäuden dann eher eine Demontage ist.

Nachhaltige Immobilien als ökologisches Investment

Nachhaltige Immobilien erfüllen hohe ökologische Anforderungen und bieten ihren Bewohnern ein gesundes Raumklima sowie hervorragende Wohn- beziehungsweise Arbeitsbedingungen. Diese umwelt- und klimaschonenden Gebäude leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz der natürlichen Ressourcen. Außerdem avancieren die Immobilien zu gefragten Anlageobjekten, die eine attraktive Verzinsung des investierten Kapitals mit ethischen Aspekten auf vorbildliche Weise verbinden.

Nachhaltiges Investment als ihre persönliche Chance

Konventionell errichtete Immobilien stellen eine schwere Belastung für die Umwelt und das Klima dar: Der Verbrauch von großen Mengen an fossilen Energieträgern ist erforderlich, um sie zu beheizen. Daraus resultieren hohe Emissionen des Treibhausgases CO2.

Darüber hinaus nutzen viele ältere Bestandsgebäude die Baufläche nicht optimal und weisen eine ungünstige Raumaufteilung auf. Dies gilt sowohl für gewerblich als auch zu Wohnzwecken genutzte Immobilien. Zudem zeigen sie meist eine umfangreiche Flächenversiegelung, die unter Umweltschutzgesichtspunkten kritisch zu beurteilen ist.

Viele ältere Gebäude sind zudem aus Baustoffen errichtet worden, die eine starke Belastung mit giftigen und gesundheitsschädlichen Stoffen implizieren. Dazu zählt unter anderem Asbest.

Insbesondere bei Abrissarbeiten werden die gefährlichen Chemikalien frei und bewirken eine erhebliche Gefährdung der Umwelt. Genauso schwierig gestaltet sich die Entsorgung dieser Baustoffe.

Egal, ob sie nun ein Haus kaufen oder eine Wohnung verkaufen wollen. Nachhaltige Immobilien sind gefragt in der Branche und verbinden Modernität mit nachhaltiger Unternehmerethik.

Also worauf warten Sie noch?! Wir von der neuen.immo stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite, damit Sie sich ihren Immobilientraum erfüllen können.

Die wichtigsten Vorteile der Green Buildings im Überblick
  • Weniger Betriebskosten und damit mehr finanzielle Ressourcen für den Ausbau ihres Zuhauses
  • Geringerer Verbrauch von Energie und Wasser
  • Gesünderes Wohnen und Arbeiten im Home Office
  • Weniger Umweltbelastung
  • Positive Soziale Aspekte – Vom Zusammenleben bis zum Verkehrsaufkommen

Nachhaltige Anlagechancen

Die Geldanlage in Immobilien erfreut sich heutzutage großer Beliebtheit. Dies ist in der jetzt schon seit vielen Jahren andauernden Niedrigzinsphase begründet, die Sachinvestition außerordentlich attraktiv macht. Darüber hinaus bietet „Betongold“, wie Immobilienanlagen auch häufig genannt werden, einen ausgezeichneten Schutz vor wirtschaftlichen Unsicherheiten in Krisenzeiten. 

Nachhaltige Immobilien sind in dieser Anlagekategorie besonders gefragt. Bei diesen Gebäuden können Investoren sicher sein, dass sie auch in einigen Jahrzehnten den dann geltenden Bau- und Umweltvorschriften entsprechen.

Und wer immer noch glaubt, dass nachhaltige Immobilien nichts für moderne Entrepeneurs sind, dem können wir nur wärmstens folgenden Clip ans Herz legen! Wolkenkratzer mal anders!

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