Smart Home Heizung Fenster und Licht nachhaltig steuern

Wir schreiben das Jahr 2013. Die Digitalisierung steckte noch weitgehend in den Kinderschuhen und unsere damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte das mit einem legendären Satz: „Das Internet ist für uns alle Neuland“. Seitdem hat sich einiges getan in der digitalen Welt – ja auch in den eigenen vier Wänden: Smart Home ist der Trend der Stunde und immer mehr Menschen in Deutschland rüsten auf.

Doch Vorsicht, wer beim Begriff „Smart Home“ (engl. Für „intelligentes Haus“) an den berühmten, selbst einkaufenden Kühlschrank mit Internetanschluss denkt, liegt falsch. Den gibt es noch lange nicht zu kaufen. Vielmehr eröffnen Smart Home basierte Immobilien ganz neue Möglichkeiten. Welche das sind, wie Sie damit einerseits damit Geld sparen und gleichzeitig etwas Gutes für die Umwelt tun können, verraten wir Ihnen hier in unserem Beitrag.

Smart Home schafft neue Möglichkeiten

Wir Deutsche tun uns ja nicht immer leicht auf das Altbewährte, das Funktionierende und sowieso das schon immer Dagewesene zu verzichten. Denn wie man in Deutschland so schön sagt „never change a running system“. Doch die Digitalisierung machte auch vor Deutschland nicht Halt und eröffnete dabei ganz neue Möglichkeiten in fast allen Lebensbereichen.

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Im Bereich Wohnen sind es verschiedene technische Hilfsmittel wie Sensoren, gesteuerte Motoren oder Kameras, die für mehr Annehmlichkeit oder Hilfe im Haushalt sorgen. Ob Smart-Home-Lösungen für Licht, Türen und Fenster oder Heizung – immer lässt sich das Einsatzgebiet auf die drei Bereiche Komfort, Energiesparen und Sicherheit eingrenzen.

Dabei steht eine fundamentale Vernetzung und Kommunikation zwischen Mensch und Gerät im Vordergrund. So sollen alltägliche Abläufe wie Räume richtig heizen oder Elektrogeräte energieeffizient nutzen im Vordergrund stehen. Häusliche Arbeit soll demnach Schritt für Schritt digital getaktet werden.

Und was ist jetzt ein Smart Home?

Heutige Neubauten wie auch modernisierte Altbauten sollen wirtschaftlich, nachhaltig, energieeffizient, komfortabel und langfristig nutzbar sein. Vor diesem Hintergrund etabliert sich allmählich ein stetig wachsender Markt für technikunterstütztes Wohnen.

Einzelne Produkte und die stetige Vernetzung von Haustechnik, Haushaltsgeräten und Dienstleistungen werden in den Bereichen Haushaltsgeräten und Dienstleistungen sowie in der Kommunikation zunehmend für das private Wohnen angeboten. Diese technischen Innovationen sollen intelligent und sicher zusammenspielen sowie intuitiv bedienbar sein.

Die führenden Hersteller werben damit, dass durch Smart-Home Produkte der eigene Energieverbrauch gesenkt wird, der Komfort gesteigert und das Gebäude sicherer sein soll. Dabei steht vor allem die Wohnqualität für alle Altersklassen im Vordergrund.

Jedes Haus kann technisch an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden. Es soll das Wohnen smarter machen – oder auch gefällig, pfiffig, clever und intelligent. Es ist nicht verwunderlich, dass der Begriff Smart Home bei Neubauten oder Modernisierungen immer häufiger fällt.

Smart Home ist also ein individuell vernetztes System in den eigenen vier Wänden, die das Leben des Menschen einfacher gestalten soll. Das Ganze hat zudem noch einen weiteren Vorteil: Smart Home Einrichtungen leisten einen nicht zu übersehenden nachhaltigen Beitrag zur Umwelt und werden in den nächsten Jahren nicht mehr wegzudenken sein.

In 5 Schritten zum Smart Home

Ein Smart Home kann man sich also vorstellen wie ein großes digitales Orchester, bei dem verschiedene Akteure zusammenarbeiten, um ein optimales Ergebnis zu erreichen. Die folgenden 5 Komponenten sind für ein Smart Home unerlässlich:

Schritt 1: Das Endgerät

Die Endgeräte sind einfach gesagt, die Geräte, die Sie in die intelligente Steuerung Ihres Smart Homes miteinbeziehen wollen. Darunter fallen zum Beispiel Lampen, Heizkörperregler, Rollladen, Jalousien und Lüftungsanlagen aber auch Fernseher sowie Stereoanlagen oder Lautsprecher. Auch einige Waschmaschinen und Herde lassen sich in ein Smart Home einbinden.

Sollten Sie gerade dabei sein ein neues elektronisches Haushaltsgerät zu erwerben, dann können Sie gleich nachfragen, ob sich das neue Gerät auch unkompliziert in ein Smart Home integrieren lässt. Viele Hersteller bieten vereinfachte Verfahren an, um den Einstieg ins cleveres Zuhause zu erleichtern.

 

Schritt 2: Das oder die Eingabegerät(e)

Eingabegeräte sind schlichtweg die Geräte, mit denen Sie ihre angeschlossenen Endgeräte steuern können. Stellen Sie sich einfach sinngemäß eine Fernbedienung vor. Sie haben ihr smartes Zuhause quasi in der Hand.

Das können Touchdisplays, Raumtemperaturregler, Tablets und Smartphones sein, aber auch klassisch anmutende Wandschalter. Außerdem ist eine Steuerung via Sprachsteuerung möglich. Mithilfe dieser Schnittstellen vom Menschen zum Smart Home kann auf einfache Art und Weise überprüft werden, ob Lichter in einem bestimmten Raum erloschen oder die Raumtemperaturen im gewünschten Bereich sind. Ist die nicht der Fall, kann über diese Geräte auch ein direkter Schaltbefehl erfolgen.

Schritt 3: Die Sensoren

Sensoren werden benötigt, um die Abläufe optimal zu optimieren. Dazu gehört zum Beispiel die Raumtemperatur zu messen, um zu registrieren, ob Türen und Fenster geöffnet oder geschlossen sind, um die Helligkeit in Räumen festzustellen oder die Anwesenheit von Personen zu erkennen. Sie sind im Prinzip kleine Helferlein, die die Situation zu Hause im Auge behalten.

Schritt 4: Das Gateway

Das sogenannten Gateway stellt quasi die ultimative Schnittstelle zwischen Eingabegerät und Endgerät dar. Das Gateway ermöglicht die Kommunikation der vernetzten Geräte untereinander. Man kann es quasi als „Gehirn“ ihres Smart Homes bezeichnen.

Das Gateway kann also von den Nutzern über die Eingabegeräte angesteuert werden. Wenn Sie es lieber vorziehen ein Gerät einzeln und direkt anzusteuern ist das je nach System ebenfalls möglich. Eine mögliche Verbindung mit dem Internet wird ebenfalls über das Gateway hergestellt.

Schritt 5: Vernetzung via WiFi oder Kabel

Last but not least kommt es auf die Vernetzung an der einzelnen Schnittstellen an, denn ohne Vernetzung findet keine Kommunikation zwischen Eingabe- und Endgeräten sowie dem Gateway in ihrem Smart Home statt.

Die Verbindung kann per Funk oder per Kabel erfolgen. Manche System nutzen auch das bereits vorhandene Stromnetz (auch „Powerline“ genannt). In der Regel müssen für kabelgebundene Systeme Leitungen verlegt werden, was wiederum eine vorausschauende Haustechnikplanung erfordert. Insbesondere im Altbau sind funkgesteuerte Systeme ohne Eingriffe in die Bausubstanz leichter zu realisieren. Aufgrund der problemlosen Demontage eignet sich Letzteres auch für Mietwohnungen und sind daher für Umzüge bestens geeignet.

Was ist am Smart Home nachhaltig?

Bei all den Vorteilen, die das Smart Home durch die clevere Technik bietet, stellt sich die Frage, ob diese ganze Elektronik immer nachhaltig ist. Wie so oft kommt es auf die Details an. Immerhin ziehen mit dem Umstieg auf das Smart Home zahlreiche neue Geräte in deinen Haushalt ein. Grundsätzlich sind neue Geräte in Sachen Verbrauch effizienter als alte Geräte.

Was macht Smart Home nun nachhaltig?

  • Smart Home heizt effektiver: Smarte Thermostate reagieren automatisch auf Ihre Bedürfnisse und dabei sparen Sie bis zu 30 Prozent an Heizungskosten.
  • Selbst erzeugte Energie besser nutzen: Mit einem Energiemanager, der den Strom der Solaranlage auf dem Dach dirigiert, kommt der Strom auch da an, wo er gebracht wird.
  • Energie sparen mit dem automatischen Sonnenschutz: Rollladen und Jalousien, die sich je nach Uhrzeit oder Sonnenstand automatisch öffnen, sind energetisch sinnvoll, da sie im Sommer vor Überhitzung der Räume schützen und im Winter den Raum warm halten.
  • Wasser sparen im Garten: Ein smartes Bewässerungssystem, das per Sensor feststellt, wann die Pflanzen wirklich Wasser brauchen, ermöglicht mehr Nachhaltigkeit. In Verbindung mit einem Permakultur-Garten sind sie in puncto Nachhaltigkeit ganz weit vorne.
  • Nachhaltiger Konsum schützt die Umwelt: Kühlschränke, die das Verfallsdatum von Produkten erkennen oder eine Waschmaschine, die ihnen mitteilt, wie viel Waschmittel wirklich benötigt wird. Das sind keine simplen Spielereien, sondern schützen die Umwelt vor Konsumterror und Chemikalien im Abwasser.

Wie sie mit Smart Home Stromkosten sparen

Beim Thema Strom sparen wird meistens an das Ausschalten von Lichtern gedacht. Doch es gibt in jedem Zuhause versteckte stromfressende Geräte, an die nicht auf Anhieb gedacht wird.

Um im Alltag nicht mehr darauf achten zu müssen, ist die smarte Steckdose eine Lösung. Diese intelligente Steckdose kann z. B. morgens automatisch die Kaffeemaschine aktivieren. Ein smarter Zwischenstecker funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie die smarte Steckdose. Der Zwischenstecker hat allerdings noch eine Zusatzfunktion; In Verbindung mit der Haustür-Funktion kann der Stecker für eine erhöhte Sicherheit sorgen. 

Womit überzeugen Zwischenstecker?

  • Selbst programmierbare Zeitschaltuhren bestimmen, wann ihre Lieblingslampe an- oder ausgehen soll
  • Sie können individuelle Zeitpläne und somit viele smarte Szenarien für ihr Smart Home erstellen
  • Sprachsteuerung die Alexa oder Google Assistant sorgen für den optimalen Komfort
  • Stromsparfaktor garantiert! Über ein Smartphone haben Sie jederzeit die volle Kontrolle über den Verbrauch einzelner Geräte.

Noch ein Kostensparer ist der Wand-Funktaster. Wenn auf diesen Sender gedrückt wird, gehen alle Lampen, Fernseher oder Radios im Raum aus und der Rundgang durch alle Räume wird den Bewohnern erspart.

Wie sie mit Smart Home Heizungskosten sparen

Die Heizung lässt sich mittlerweile von unterwegs steuern. Möglich machen dies smarte Thermostate, die über eine App mit dem Handy bedient werden können. Nutzer sind dadurch viel flexibler und können nebenbei auch noch eine Menge Geld sparen.

Was sind smarte Thermostate?

Smarte Thermostate sind den klassischen Thermostaten in einigen Punkten deutlich voraus, da sie mehr Funktionen haben. So werden die wichtigsten Informationen, im Gegensatz zu standardisierten Drehreglern, auf einem Digitaldisplay angezeigt.

Einige Modelle lassen sich mit anderen Produkten im smarten Haushalt vernetzen, manche unterstützten auch Sprachsteuerung mit Apples Siri oder Amazons Alexa. Auch eine „Selbstlernfunktion“ ist oft mit an Bord, durch die das Thermostat automatisch die Heizgewohnheiten des Nutzers erkennt und die Raumtemperatur anpasst.

Welche Vorteile haben smarte Thermostate?

Ins Heimnetz eingebundene, smarte Thermostate können dabei helfen, Heizkosten zu sparen. Gerade bei unregelmäßigen Tagesabläufen sind sie besser als klassische programmierbare Thermostate. Statt zu festgelegten Heizzyklen lässt sich die Heizung per App flexibel aus dem Büro oder auf dem Weg nach Hause an- oder ausschalten.

Besonders intelligente Systeme lernen außerdem aus den Verhaltensmustern ihrer Benutzer und passen die Einstellungen der Thermostate automatisch an. Oder sie reagieren abhängig vom Aufenthaltsort, zum Beispiel wenn sich jemand auf den Weg nach Hause macht.

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Wie viel Geld kann ich dadurch sparen?
Für einfachere programmierbare Thermostate geht die Stiftung Warentest von 10 Prozent aus. Einige Anbieter von smarten und per App steuerbaren Thermostaten sprechen sogar von bis zu 30 Prozent Kostenersparnis im Jahr. Wie hoch die Ersparnis aber im Einzelnen ist, hängt oft davon ab, wie viel Nutzer bereits vorher für ein effizientes Heizverhalten getan haben.

Wer sich zuvor schon an die wichtigen Regeln gehalten hat – beispielsweise Heizung beim Verlassen der Wohnung herunterregeln, Räume nicht überheizen – erreicht die 30 Prozent wohl eher nicht. Doch er erzielt mehr Komfort, da die Thermostate ihm nun viele Schritte abnehmen.

Beispiel-Rechnung: Ein durchschnittliches mit Gas beheiztes Einfamilienhaus mit einer Größe von ca. 150 Quadratmetern kann durch den Austausch aller Thermostate jährlich mit einer geschätzten Einsparung von etwa 120 bis 180 Euro Heizkosten rechnen.

Wie viel Geld kann ich sparen?

Für einfachere programmierbare Thermostate geht die Stiftung Warentest von 10 Prozent aus. Einige Anbieter von smarten und per App steuerbaren Thermostaten sprechen sogar von bis zu 30 Prozent Kostenersparnis im Jahr. Wie hoch die Ersparnis aber im Einzelnen ist, hängt oft davon ab, wie viel Nutzer bereits vorher für ein effizientes Heizverhalten getan haben. Wer sich zuvor schon an die wichtigen Regeln gehalten hat – beispielsweise Heizung beim Verlassen der Wohnung herunterregeln, Räume nicht überheizen – erreicht die 30 Prozent wohl eher nicht. Doch er erzielt mehr Komfort, da die Thermostate ihm nun viele Schritte abnehmen.

Beispiel-Rechnung: Ein durchschnittliches mit Gas beheiztes Einfamilienhaus mit einer Größe von ca. 150 Quadratmetern kann durch den Austausch aller Thermostate jährlich mit einer geschätzten Einsparung von etwa 120 bis 180 Euro Heizkosten rechnen.