Wohntrends 2020 – so wohnen die Deutschen

Die Wohnkultur hat sich hierzulande in den letzten Jahrzehnten zum Teil deutlich verändert. Ein Schlagwort ist in dem Zusammenhang die Landflucht und die Tatsache, dass es immer mehr Menschen in die Metropolen des Landes zieht.

Die neuen Wohntrends in 2020 befassen sich zum einen mit dem Ort des Wohnens, zum anderen aber auch damit, wie die Bundesbürger ihr Wohnen konkret gestalten möchten. Dabei spielen zum Beispiel Möbel, Effizienz und Platzangebot eine große Rolle. In unserem Beitrag erfahren Sie, welche aktuellen Wohntrends es gibt.

Aktuelle Wohntrends im Überblick: von Nachhaltigkeit bis erhöhter Effizienz

Es gibt – nicht erst seit 2020 – einige Wohntrends, die kennzeichnend dafür sind, wie sich das Wohnen in Deutschland in den letzten Jahrzehnten zum Teil erheblich verändert hat. Zu den Trends, mit denen wir uns im Beitrag näher beschäftigen möchten, zählen unter anderem:

  • Vom Land oder Vorort in die Metropole
  • Natürliches Wohnen immer beliebter
  • Mehr Effizienz beim Wohnen
  • Einrichtung mit Qualität
  • Mehr Wohnen im Außenbereich (Garten oder Terrasse)
  • Höhere Ansprüche an Wohnqualität

Beginnen möchten wir mit einem der Trends, nämlich dem vermehrten Zuzug in die Metropolen des Landes.

Großstädte beliebt wie nie zuvor

Es gibt zwar mittlerweile nicht mehr die klassische Landflucht in Deutschland, aber dennoch besteht ein Wohntrend 2020 definitiv darin, dass ein vermehrter Zuzug in die Großstädte existiert. Immer mehr Menschen möchten möglichst nah an ihrem Arbeitsplatz wohnen. Dieser befindet sich immer öfter aufgrund des reichhaltigeren Angebotes nicht in Kleinstädten oder mittelgroßen Städten, sondern in den Metropolen des Landes. Dort ist das Angebot an Arbeitgebern besonders groß, zumal sich immer mehr internationale Firmen in Städten wie Berlin, München, Hamburg oder Frankfurt ansiedeln. Das große Problem dieses Wohntrends ist schon seit Jahren zu erkennen, nämlich das bezahlbarer Wohnraum und auch Eigentum insbesondere in den Großstädten des Landes immer knapper wird.
Mittlerweile sind auch die sogenannten Vororte und Ballungszentren betroffen. Auch dort wird bezahlbarer Wohnraum immer knapper. Eine Lösung wären verstärkte Neubauten, aber hier kommt die Bauindustrie aufgrund bekannter Probleme, wie zum Beispiel dem Fachkräftemangel, aktuell der Nachfrage nicht hinterher.

Sie sehen futuristische Wohnbauten

Natürlicher Wohnen und Klimaschutz voll im Trend

Der Klimaschutz geht auch am modernen Wohnen nicht vorbei. Die Sorge zahlreiche Bundesbürger bezüglich des Klimas bewirkt, dass unter anderem auch beim Wohnen immer häufiger auf Nachhaltigkeit geachtet wird. Dies wurde beispielsweise auf der jüngsten Möbelmesse deutlich, die immer mehr von klimaneutral produzierten Möbeln und Materialien bestimmt wird.

Aber nicht nur bei der Inneneinrichtung, sondern auch beim Haus selbst achten Eigentümer vermehrt darauf, dass Klimaschutz und Nachhaltigkeit berücksichtigt werden. So stehen beispielsweise Holzhäuser in modernem Design und mit geringem Energieverbrauch hoch im Kurs.

 

Effizienter Wohnen aufgrund des fortschreitenden Platzmangels

Der Platzmangel ist ein Problem, weshalb das Wohnen insbesondere in den Metropolen zunehmend schwierig wird. Immer öfter müssen Bewohner auf sogenannte Mini-Apartments zurückgreifen, die naturgemäß nur wenig Platz enthalten. Wohnflächen zwischen 20-35 qm sind keine Seltenheit mehr.

Dieses begrenzte Platzangebot führt dazu, dass auch bei der Inneneinrichtung auf hohe Effizienz geachtet werden muss. Dazu stellen die Hersteller glücklicherweise mehrere andere Lösungen bereit, wie zum Beispiel:

  • Multifunktions-Sofas(Umwandlung in ein Bett)
  • Systemmöbel
  • Auf unterschiedliche Raummaße anpassbare Einzelmöbel
  • Zusätzliche Stauräume in Couchtischen
  • Multifunktional einsetzbare Möbelstücke, beispielsweise als Schreibtisch, Sekretär oder Arbeitsplatte

 

Pflanzen als beliebte Ausstattungselemente immer häufiger gefragt

Ein Wohntrend 2020 lässt sich unter dem Schlagwort „Grünes Wohnen“ zusammenfassen. Damit ist in erster Linie gemeint, dass in der Inneneinrichtung Pflanzen, oftmals größerer Natur, immer beliebter werden. Teilweise werden andere Dekorationselemente wie Bilder, Teppiche oder auch Möbel durch die Pflanzen ersetzt.

Dies verschafft nicht nur optisch den Eindruck des grünen Wohnens, sondern trägt ebenfalls zur Nachhaltigkeit und Natürlichkeit bei. In eine ähnliche Richtung geht ein weiterer Trend, nämlich das Garten und Terrasse immer öfter zu einer Art zweitem Wohnzimmer werden.

Leben spielt sich immer öfter im Garten oder auf der Terrasse ab

Sicherlich auch aufgrund des teilweise begrenzten Platzangebotes im Inneren gestalten immer mehr Mieter und Immobilieneigentümer ihren Garten oder die Terrasse, manchmal auch den Balkon, wie eine Art zweites Wohnzimmer. Dabei steht oftmals die direkte Verbindung mit der Natur hoch im Kurs, sodass zum Beispiel die Terrasse ein echter Bestandteil des Wohnens und sogar zum Lebensmittelpunkt werden kann. Nicht selten werden dabei zusätzliche Elemente eingesetzt, wie zum Beispiel der Bau eines Wintergartens. Im Trend liegen daher auch sogenannte Outdoor-Möbel, die auch bei härterer Witterung nicht beschädigt werden.

Aber auch Designobjekte sind für den Außenbereich gefragt, damit es auf der Terrasse, dem Balkon oder im Garten möglichst genauso wohnlich und gemütlich ist, wie es im Innenraum der Fall ist.

Ansprüche an die Wohnqualität ebenfalls gestiegen

Ein weiterer Trend besteht beim Wohnen darin, dass die Ansprüche vieler Bundesbürger an die Qualität des Wohnens gestiegen sind. Immer öfter ist Wohnen mittlerweile ein Ausdruck der eigenen Persönlichkeit des Mieters oder des Eigentümers.

Daher vergleichen Verbraucher vor ihrer Kaufentscheidung vermehrt, zum Beispiel diesbezüglich, welches Möbelstück besonders gut geeignet ist. Bei der Wahl spielen immer häufiger die folgenden Eigenschaften eine wichtige Rolle:

  • Recyclingfähigkeit
  • Unbedenklichkeit im Hinblick auf Klimaschutz und Umwelt
  • Herkunft der Materialien
  • Verarbeitung

Experten fassen diesem Trend zum qualitativ hochwertigen Wohnen häufig mit einigen Schlagworten zusammen, insbesondere Komfort, Chic, Smartness und Nachhaltigkeit.

Wohnquartiere liegen ebenfalls voll im Trend

Wohnquartiere liegen in diesem Jahr ebenfalls in der Rubrik Wohnen voll im Trend. Es handelt sich dabei um kleine Städte in der Stadt, wo zum Beispiel die wichtigsten Versorgungsmöglichkeiten direkt in Verbindung mit dem Wohnen stehen. So bestehen Wohnquartiere oftmals unter anderem aus den folgenden Elementen:

  • Wohnungen (Wohnraum)
  • Gemeinschaftsräume wie Spielkeller, Fitnessraum, Sauna
  • Supermarkt
  • Gastronomie
  • Spielplatz
  • Friseur
  • Ärzte
  • Garten- und Grünanlagen

Bei Wohnquartieren handelt es sich also tatsächlich immer öfter um in sich geschlossene kleine Städte. Zunehmend siedeln sich sogar kleinere Firmen an, sodass im Idealfall das Wohnen mit dem Arbeitsplatz verbunden werden kann. Dabei wird zunehmend darauf geachtet, dass es innerhalb der Wohnparks einige Erholungsmöglichkeiten gibt, wie zum Beispiel kleine Parks und Grünflächen.

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